Viele Patientinnen und Patienten sind unsicher, ob sie sich an überschüssiger Haut oder an überschüssigem Fettgewebe stören. Beides kann auf den ersten Blick sehr ähnlich wirken und wird deshalb häufig miteinander verwechselt.
Gerade nach Gewichtsveränderungen, mit zunehmendem Alter oder auch genetisch bedingt kann es vorkommen, dass bestimmte Körperbereiche nicht mehr so straff erscheinen, wie man es sich wünscht. Nicht immer liegt die Ursache jedoch im Fettgewebe – oft handelt es sich vielmehr um erschlaffte oder überschüssige Haut.
Im Folgenden möchten wir Ihnen daher verständlich erklären, wie Sie den Unterschied zwischen überschüssiger Haut und absaugbarem Fett erkennen können und welche Behandlungsmöglichkeiten jeweils sinnvoll sind.
Direkt unter der Oberhaut liegt die Lederhaut. Diese ist in der Regel 2–4 mm dick, kann im Einzelfall aber auch dicker sein, «Schwarte» genannt. Diese kann nicht entfernt werden, sondern ist konstitutionell und kann nur durch strenge Diäten vermindert werden. Weder eine Fettabsaugung, noch Ultraschall oder die Fett-weg-Spritze können die Lederhaut verringern. Diese beherbergt ein grosses Netzwerk an Gefässen – «plexus retikulares» genannt. Wird bei einer Fettabsaugung zu oberflächlich abgesaugt, so kommt es zur Zerstörung dieses Gefäss-Netzwerks. Die Folgen sind bleibende blaue oder rote Verfärbungen der Haut, die dann leider nie wieder verschwinden. Aus diesem Grund sollte dieser Bereich bei einer Behandlung des Fetts nie verletzt werden.

Unter der Lederhaut befindet sich die Unterhaut: Diese Schicht ist es, die durch eine Liposuktion, Kryolipolyse, Ultraschall oder die Fett-weg-Spritze behandelbar ist.
Die Oberhaut und Lederhaut können oft zu einer recht dicken Schicht beim «Kneifen» führen: Dies ist aber kein Fett, sondern Haut. Da eine Fettabsaugung nur Fett vermindern kann, wird kaum ein Unterschied ersichtlich sein, falls das störende Volumen grösstenteils auf Haut basiert.

Bitte beachten Sie, dass die echte Fettschicht nur halb so dick ist wie die Faltendicke, die Sie beim Kneiftest in der Hand halten. Im obigen Fall ist das Problem also nicht Fett, sondern verschiebbare Haut.
Beim Kneifen drücken Sie die echte Unterhautfettschicht zusammen und verdoppeln somit ihre Dicke, was aber nicht der Wirklichkeit entspricht. In solchen Fällen bringt eine Entfernung des Fettes so gut wie nichts, weil diese Hautfalte ausschliesslich durch Ober- und Lederhaut gebildet wird.
Eine Fettabsaugung schafft in der Regel sensationelle Ergebnisse, wenn es sich um das Unterhautfettgewebe handelt, das die störenden Fettpolster bildet. Überschüssige Ober- und Unterhaut sind aber nie behandelbar.
Falls Sie unsicher sind, ob Sie über Fett oder lediglich zu viel Haut verfügen, so kann dies ganz genau untersucht werden: Eine Fettklammer misst exakt die Fettschicht der Haut. Alternativ kann das Fett auch per Ultraschall gemessen werden, im Bild kann die Fettschicht genau bestimmt werden.
Diese anatomischen Gegebenheiten – also die Verwechslung von schlaffer Haut und Unterhautfettschicht – führen leider immer wieder bei Patienten zu Missverständnissen, weil andere Ergebnisse erwartet werden, als es die Verfahren erlauben, die die Unterhautfettschicht vermindern.
Hier ein Beispiel eines schlanken, definierten Körpers. Diese Hautfalte ist keine Fettfalte, eine Absaugung würde hier nichts bringen.
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Auch hier ein Beispiel eines Hautproblems, das nicht auf Fett basiert. Auch hier würde eine Behandlung des Unterhautfettgewebes kein Ergebnis bringen.

«Pseudofett» führt vor allem am Bauch und den Seiten (Taille, «Love Handles») immer wieder zu Frustrationen, nach der Fettabsaugung «hängt» immer noch Fett über die Hose seitlich herunter. Im nackten Zustand sieht der Körper sehr gut aus, aber angezogen in einer engen Jeans scheint das Fett wieder da zu sein. «Pseudofett» beschreibt den Zustand einiger Stellen am Körper, die oftmals als Fett fehlinterpretiert werden, wo es sich in Wahrheit aber um verschiebliche Haut handelt. «Pseudofett» wird sehr häufig mit Restfettpolstern verwechselt, eine weitere Fettabsaugung würde aber keinerlei Ergebnis bringen.
Typische Zonen:
Grundsätzlich gibt es zur Behandlung überschüssiger Haut nur zwei Möglichkeiten: eine operative Hautentfernung oder die moderne minimalinvasive Hautstraffung.
Die klassische Methode ist die operative Entfernung der überschüssigen Haut mit dem Skalpell. Dabei wird die Haut beispielsweise am Bauch oder an den Armen chirurgisch entfernt. Wichtig zu wissen: Es handelt sich um eine grössere Operation unter Vollnarkose, die zwar effektiv sein kann, aber meist deutlich sichtbare Narben hinterlässt.
Eine moderne Alternative ist die Hautstraffung mit RENUVION®, derzeit eines der fortschrittlichsten Verfahren zur minimalinvasiven Hautstraffung. Dabei wird das Gewebe durch eine Kombination aus Radiofrequenzenergie und Helium-Plasma kontrolliert erwärmt. Durch diese Wärme ziehen sich die Kollagenfasern zusammen, wodurch sich die Haut ähnlich wie ein Steak auf dem Grill zusammenzieht und straffer wird.
Die Ergebnisse sind häufig sehr gut, jedoch immer individuell, da die Straffung physikalisch begrenzt ist – ähnlich wie bei einem Steak, das sich durch Hitze nur bis zu einem gewissen Grad zusammenziehen kann. Je nach Ergebnis kann die Behandlung bei Bedarf wiederholt werden.
RENUVION® lässt sich zudem gut mit anderen modernen Verfahren der Hautverbesserung kombinieren, zum Beispiel mit Morpheus8 (Radiofrequenz-Microneedling) oder Kollagenboostern, um die Hautstruktur und Kollagenbildung zusätzlich zu verbessern.
Wir verstehen, dass eine ästhetische Behandlung wohl überlegt sein will. Gerne nehmen wir uns deshalb die Zeit, um Ihnen im Rahmen einer kostenlosen und unverbindlichen Erstkonsultation alle Fragen zu beantworten. Vereinbaren Sie noch heute Ihren Beratungstermin in einer unserer beiden LIPOCLINICs.
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